Schwerpunkt liegt in der Nachwuchsarbeit

 

Alexander Wagner arbeitet im Freiwilligen Sozialen Jahr für den ATSV Kallmünz. Er kümmert sich um Kinder und Jugendliche.

 

 

Der erste FSJler beim ATSV Kallmünz. Foto: ATSV

 

 

Kallmünz.Es ist ein Beispiel, das Schule machen könnte. Nach der Schule nicht direkt in die Ausbildung, sondern zuerst ein Jahr ehrenamtlich freiwillig arbeiten. Das ist es, was der 17-jährige Alexander Wagner nach seinem Schulabschluss machen wollte. „Am liebsten beim ATSV“, sagt Wagner, der seit Kindertagen Volleyball in Kallmünz spielt. Dass dieser Wunsch Wirklichkeit wurde, dafür haben die Verantwortlichen des ATSV Kallmünz gesorgt. Sie stimmt einstimmig zu, dass Wagner der erste FSJler des Sportvereins werden durfte.

 

FSJ steht für „Freiwilliges Soziales Jahr“. Los ging es am 28. August mit der Übungsleiterausbildung. Nach drei Wochen in der Sportschule Oberhaching hatte Wagner den Schein in der Tasche. Sein Schwerpunkt: Breitensport für Kinder und Jugendliche. Mit dieser Ausbildung im Gepäck startet der 17-Jährige nun seine ersten Projekte. Denn mindestens 20 der 38 Wochenstunden müssen für Jugendarbeit aufgewendet werden.

 

Den Rest der Zeit kann Wagner auch andere Aufgaben im ATSV übernehmen. Wie zum Beispiel für die Organisation der Helfer für Großereignisse wie den MZ-Landkreislauf, der in diesem Jahr in Kallmünz endete, oder auch die Kirchweih, auf der der ATSV die Bewirtung übernahm.

 

Doch der Schwerpunkt liegt in der Nachwuchsarbeit – und die beginnt früh. Kommende Woche geht es los mit den ersten Stunden in der Kita und im Kindergarten. Hinzu kommen Nachmittagsangebote im Bereich der SAGs. Das sind Sportarbeitsgemeinschaften zwischen Schule und Sportvereinen. Aktuell läuft bereits eine Gruppe Volleyball für Kinder ab neun Jahren, die am Donnerstag in der Halle des Gymnasiums trainiert wird. Für Freitagnachmittag ist ein zweites Angebot geplant, sagt Dr. Andreas Wagner, Vorstandsmitglied des ATSV, Vorsitzender des VC Kallmünz-Burglengenfeld und Vater des ersten FSJlers. Wer Interesse hat, kann sich direkt bei den Schulen oder per Mail (alexwagner2000@gmx.de) anmelden.

 

Zusätzlich soll auch Tennis angeboten werden. Hier gibt es eine Kooperation mit dem TC Kallmünz. Hier scheitert es aktuell noch an der nicht fertiggestellten Halle in Kallmünz. Doch nach den Herbstferien könnte es laut Wagner vielleicht schon losgehen. Der zweite Partnerverein ist der Volleyballclub Kallmünz-Burglengenfeld, für den Alexander Wagner in der ersten Herrenmannschaft selbst aktiv spielt. Hier werden Kinder, die schon in den Mannschaften spielen, an den sonntäglichen Spieltagen von ihm betreut.

 

Die Kosten für das Gesamtprojekt in Höhe von 400 Euro trägt der Verein, 300 darf Wagner behalten, der Einblicke in möglichst viele Abteilungen des Vereins erhalten soll. Im Winter als Betreuer bei den Skikursen und im Sommer als Helfer bei den eigenen Großveranstaltungen Frühlingslauf und Triathlon.